
Die Sega CD, in Japan und Europa Mega-CD, erschien 1991 (Japan) und 1992 (Nordamerika) als ambitioniertes Add-on für die Sega Genesis. Sie erweiterte die Genesis um CD-ROM: größere Spiele, Full-Motion-Video (FMV) und hochwertiger Ton. Sega wollte die Genesis zukunftssicher machen und gegen discbasierte Plattformen wie TurboGrafx-CD und die kommende PlayStation bestehen. Zusätzliche Rechenleistung, besseres Grafik-Scaling, Stereo in CD-Qualität—ein Blick auf die nächste Generation.
Technische Leistungen ja, Potenzial oft verfehlt. Viele frühe Titel wirkten wie Tech-Demos oder FMV-lastige Spiele mit wenig Interaktion—Night Trap, Sewer Shark. Es gab Perlen—Sonic CD, Lunar: The Silver Star, Snatcher—hoher Preis, begrenzter Drittanbieter-Support und umständliche Montage begrenzten die Reichweite. Segas zunehmend fragmentierte Hardwarelinie, bald inklusive Sega 32X, verwirrte den Markt und schwächte Vertrauen und Entwicklerinteresse.
Rund 2,24 Millionen Einheiten weltweit—Nischenprodukt. Erinnert als früher Versuch, Multimedia-Erzählen, filmische Präsentation und CD-Speicher ins Spiel zu holen. Legte Grund für spätere CD-Konsolen wie Sega Saturn und PlayStation. Kommerziell enttäuschend, bleibt die Sega CD ein kühnes Experiment in einer von Segas kreativsten und chaotischsten Phasen—Innovation und Überdehnung zugleich.
Sega CD Technische Daten
| Komponente | Spezifikation |
|---|---|
| CPU | Motorola 68000 @ 12,5 MHz |
| Coprozessor | Arbeitet mit dem Genesis-Motorola 68000 @ 7,6 MHz |
| Grafik | Zusätzlicher ASIC-Videoprozessor, besseres Scaling/Rotation |
| Auflösung | Wie Genesis-Basis (typisch 320x224) |
| Ton | CD-Qualität via PCM + Genesis-FM-Chip |
| Medium | CD-ROM (1x-Geschwindigkeit) |
| Speicher | Bis 650MB pro Disc |
| Erscheinung | 1991 (Japan), 1992 (Nordamerika) |

